Stellen wir mal die Alltagssorgen auf Pause – Mein Urlaub auf Mallorca, Cala Ratjada

Wenn der Begriff „Malle“ in den Raum geworfen wird, haben wohl ziemlich viele Leute ganz bestimmte Vorstellungen im Kopf:
Ballermann, Alkohol, Schlagermusik, Party…
Die einen finden es super und wollen unbedingt hin und dann gibt es noch die, die den Kopf schütteln. Dazu gehöre ich übrigens auch, aber dennoch nicht zu denen, die Mallorca automatisch mit dem Ballermann verbinden.

Ich hoffe, dass ich mich mit meiner Befürchtung irre, dass dies aber immer häufiger die einzigen Bilder sind, die einem in den Kopf schießen, wenn man an Mallorca denkt.
Auf jeden Fall sollte jeder Mensch wissen, dass Mallorca viel mehr als nur eine Partyinsel ist.
Wenn ihr bisher noch nicht wusstet, wie schön es dort tatsächlich ist, dann freue ich mich euch alle darüber zu informieren. Und das mit einer ausdrücklichen Empfehlung!
(Wenn ihr schon dort gewesen seid, dann würde ich mich freuen zu erfahren, wo genau und wie es euch gefallen hat ❤ )

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Unser Urlaub auf Mallorca, Cala Ratjada

gNachdem ich dieses Jahr bereits in der Türkei war und für einen Tag an die Ostsee gefahren bin, war mein Mallorca-Urlaub Ende September der krönende Abschluss. Und das sogar mehr als spontan mit meiner Freundin Christina.

Sie so:“Ich hätte Lust nochmal in den Urlaub zu fahren. Aber niemand hat Zeit und Geld.“
Ich so:“Ich hab mehr Zeit, als ich haben will. Und das Geld krieg ich schon irgendwie zusammen.“
Und wir so: Okay, buchen wir unseren Urlaub. 5 Tage Mallorca.

Ich hatte zugegebenermaßen Glück, dass ich mir einige Monate Geld zusammengespart hatte, wovon ich mir ein Sofa für die neue Wohnung, bzw. mein neues Zimmer in der neuen Wohnung, kaufen wollte. Nur leider passt kein Sofa in mein neues Zimmer – Schade. Und Geld ist ja bekanntlich da, um es auszugeben…Da ich mich zu der Zeit sowieso mit ziemlich viel Erwachsen-werden-Chaos rumschlagen musste, kam mir so eine kleine Alltagspause gerade richtig.
Also gesagt, getan, gesucht, gebucht.

Einen Monat später saßen wir im Flieger nach Spanien und das gerade mal 350 Euro ärmer als vorher. Ich finde das ist ein echt guter Preis.

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Natürlich haben wir für das Geld kein Luxus erwartet und generell war unsere einzige Bedingung so zentral wie möglich zu sein, da Chrissi sich natürlich zwei Tage vorher das Außenband reißen musste – hell yeah.

(Das folgende „Meckern“ ist in Wahrheit gar kein Gemecker, sondern lediglich eine Bemerkung. Nicht, dass ihr mich falsch versteht.)
Nachdem alles reibungslos ablief, kamen wir fix und fertig spät abends in unserem kleinen Hotel Vista Pinar an. Das Personal war nett und hilfsbereit. Nachdem wir die definitiv zu vielen Treppen für Chrissi’s Außenbandriss bezwungen hatten, bezogen wir unser Zimmer. Unsere Betten wie erwartet hart wie Stein, aber mit der Wolldecke, von der ich mich immer gefragt hab, wer die in Spanien braucht, ging es. Man muss nur wissen wie. Und das war auch schon das „größte Übel“, denn sonst war unser Zimmer vollkommen okay und ja, wie gesagt, wir haben für 350 Euro auch kein Himmelbett erwartet. Insgesamt war unser Zimmer einfach und praktisch. Mehr brauchten wir nicht.
Beim Essen scheideten sich die Geister. Sehr wechselhaft. Von „schmeckt nach gar nichts“ zu „eigentlich echt lecker“ war alles dabei. Also Preis-Leistung vollkommen okay!

Einen „Sun on, brain off“- Moment hatten wir auch.
Obwohl die Poolanlage des Hotels genau neben dem Gebäude mit unseren Zimmer war und uns nur eine Straßenüberquerung von ihm trennte, sind wir bis einen Tag vor Abreise jeden Tag an ihm vorbei gelaufen. Wir haben uns zwar ständig gefragt, wo eigentlich der im Internet beschriebene Pool ist, haben aber nie genauer nachgesehen. Stattdessen haben wir gedacht, dass es keinen Pool gibt. Schade eigentlich, denn er war nicht nur direkt nebenan, sondern auch noch echt cool. 😀
Na ja, am Strand war es auch schön!

Vor allem am Cala Agulla Beach.

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Ich brauch euch auch gar nicht so viel erzählen, aber ich kann einfach nur betonen wie wunderschön es auf Cala Ratjada ist.

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Super schöne Promenade, süße Bars & Restaurants, wahrscheinlich der beste Frozen Joghurt überhaupt und türkiesblaues, glasklares Wasser, wie ich es noch nie gesehen habe.

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Wir haben diesen Urlaub ehrlich gesagt nur 5 Dinge gemacht:
Wir…
Haben uns gesonnt.
Sind an der Promenade entlang spaziert.
Haben gegessen.
Haben gelacht.
Und sind schlafen gegangen.
Na gut, und Fotos… wir haben ziemlich viele Fotos gemacht, um auch nur irgendwie dieses Glück einzufangen. Um irgendetwas davon mit nach Hause nehmen zu können. Und wenn ich mir die alle so angucke, bin ich so froh, dass sie existieren.

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Nebenbei haben wir auch mitbekommen, dass man diesen Ort auch wunderbar nutzen kann, um die Sau rauszulassen. Absolute Verwunderung auf Seiten der Animateure, die am Strand rumliefen und uns eine Katamaranfahrt nach der anderen aufschwätzen wollten, als wir diese dankend ablehnten und sagten, dass uns nicht danach ist „die Sau rauszulassen“. Scheinbar waren wir mit unserem Wunsch „einfach nur entspannen“ zu wollen, echt eine Seltenheit. Was mich natürlich in meiner anfänglichen Vermutung bestärkt, dass Malle nur noch selten als Erholungsort gesehen wird. Nun gut, der Hinweis auf Chrissi’s Verletzung hat sie dann aber  doch überzeugt uns „einfach nur entspannen“ zu lassen.
Das taten wir auch und zwar den ganzen lieben langen Tag. An diesem wunderschönen Ort konnte man sich auch gar nicht unwohl fühlen.
Eine Katamaranfahrt ist auch mega cool und definitiv empfehlenswert, das haben wir auch gar nicht angezweifelt, aber mit Chrissis Fuß… na ja lieber nicht.

Made with Square InstaPicApropos Fuß.
Absolute Empfehlung, generell: „Smiling Feed“

Also das, wo dir kleine Fische an den Füßen rumknabbern.
Jap, klingt absolut ekelig und ich wollte es erst auch nicht machen. Aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, dass es kitzelt wie Sau, war es so cool! Meine Füße waren danach mega weich und ich kann es euch nur ans Herz legen!


Also zusammengefasst: Ich habe mich auch ohne Party und Aktion gut amüsiert und vor allem erholt. Außerdem war die Aussicht auf dem Weg zum Strand so überwältigend, dass ich alleine davon völlig in Trance war.

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Wir haben Tränen gelacht, über Dinge, die wahrscheinlich außer uns kein Mensch der Welt witzig findet. Wir haben stundenlange Gespräche geführt, die tatsächlich auch ernst statt albern waren, ohne dabei auch nur einmal unehrlich zueinander zu sein. Wir sind uns in diesem Urlaub sogar noch ein Stück mehr ans Herz gewachsen, als sowieso schon.
Auf jeden Fall wird dieser Ort für mich immer ein bisschen „unser Ort“ sein.

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr tatsächlich so gut wie alle Sorgen vergessen könnt, einfach weil ihr mit der richtigen Person am richtigen Ort seid?


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Dieses Gefühl, wenn es vollkommen egal ist, was außerhalb dieses Ortes und der dort erlebten Momente geschieht. Das Leben scheint für diese bestimmte Zeit perfekt und unbeschwert zu sein, egal wie unperfekt und schwer es ist.

 

 

An dieser Stelle möchte ich mich auch schlichtweg bei dir bedanken, Chrissi.

Danke, dass du diese verrückte Idee hattest und wir es einfach gemacht haben. Dass unsere Sims beste Freunde sind und immer auf einander zählen können. Danke, dass ich bei dir genau der Mensch sein kann, der ich bin und sein möchte. Und dass du so ein grandioser Mensch bist und immer die richtige Person für mich sein wirst, ganz egal wo auf dieser Welt. Iloveyou! ❤

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Gott, wie gerne würde ich jetzt dorthin zurück. Und zwar genau jetzt, wo es hier so kalt ist und das Jahr sich dem Ende neigt.
So ein „Herzensmensch-Urlaub“ ist goldwert, das kann ich nur immer wieder betonen.

Ich habe nicht viel Geld zur Verfügung und ich bkann mir normal nicht leisten regelmäßig in den Urlaub zu fahren, aber ich werde versuchen, mir das Geld dafür auf irgendeine Art und Weise zu sparen. Und wie ich zum wiederholten Male sehe : Es muss nicht immer teuer sein – es muss nicht immer das beste Hotel sein – es muss kein Luxus-Urlaub angesetzt werden…
Setz dir ein paar Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit du dich wohl fühlst und glaub mir, der Luxus kommt von ganz alleine, auch ohne Wellness und Spa oder das bequemste Bett aller Zeiten.
Mir ist es schon in der Türkei bewusst geworden, aber jetzt noch ein bisschen deutlicher: Wenn du von deinem Geld z.B. shoppen gehst, hast du tolle neue Klamotten, ja. Aber wenn du reist, dann hast du danach etwas, das du für kein Geld der Welt kaufen kannst. Und es tut dir und deiner Seele so unendlich gut.


Ich frier‘ mir jedenfalls in Deutschland echt den Arsch ab und frage mich die ganze Zeit, wann genau unser Herbst dieses Jahr gewesen sein soll. Der Winter hatte es wohl so richtig eilig, hoffentlich ist auch dementsprechend schnell wieder fort. Aber bis dahin dick einmummeln, abwarten und Tee trinken. Und für all‘ die unter euch, die den Winter und alles drumherum mögen: Genießt es.
Ich hoffe jedenfalls darauf, dass der Winter wieder nicht so winterlich wird.
Und solange ich darauf hoffe, schaue ich mir meine Urlaubsfotos an und rechne wild herum, wann ich mir den nächsten leisten kann.

„Traveling – it leaves you speechless, then turns you into a storyteller.“

 

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In Liebe und Fernweh,

L.

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